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Historie: Der Essener Hof

Der Essener Hof, in der Ahrgasse gelegen (die heutige Ahrhutstraße), war ein Hof des Frauenstifts Essen, das von ungefähr 845 bis 1803 bestand, und das zugleich Reichsfürstentum im Heiligen Römischen Reich war. Der Essener Hof zu Ahrweiler gehörte zu den kleineren Klosterhöfen unserer Stadt. Bis zum Einmarsch der Franzosen gehörte das Breisiger Ländchen dem Reichsstift Essen.

Der Hof in Ahrweiler war ein Lehen des Reichsklosters Prüm. Es bestand aus Haus, Hof, Kelterhaus und zwei Morgen Weingarten. Er hatte ein eigenes Hofgericht, dem ein Schultheiß vorsaß. Zeitweise waren die Burggrafen von Rheineck die Vögte des Ahrweiler Hofes. Eine erste Nachricht erhalten wir 1332 aus dem Zinsregister des Essener Stiftshofes in Godesberg, dem das Ahrweiler Lehen zunächst zugeordnet war. Dort sind acht Essener Hofleute in Ahrweiler namentlich genannt.

Die Bedeutung des Essener Hofes in Ahrweiler scheint im 17. Jahrhundert verloren gegangen zu sein. Im Häuserverzeichnis von 1660 sind nur noch zwei Häuser dem Essener Damenstift dingpflichtig, d.h. sie unterstanden der Essener Hofgerichtsbarkeit. Es ist anzunehmen, dass der Essener Hof zu dieser Zeit schon aufgelassen war und die Ahrweiler Dingmänner entweder dem Godesberger oder dem Breisiger Hofgericht unterstanden.

Nach dem Stadtplan von 1775, ist das Areal des Essener Hofes schon in Privatbesitz, ohne dass bislang erkennbar ist, wie es zum Besitzerwechsel kam.

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